DEWA legt nach: 36 % saubere Energie in Dubai bis 2030 statt bisher 25 %
Die Dubai Electricity and Water Authority hebt ihr Ziel an: Bis 2030 soll saubere Energie 36 % des Energiemixes ausmachen statt der geplanten 25 %. Tragende Säulen sind der Solarpark Mohammed bin Rashid, eine Anlage für grünen Wasserstoff und das Pumpspeicherkraftwerk Hatta.
Die Dubai Electricity and Water Authority (DEWA) hat ihre Umweltstrategie nach oben korrigiert: Bis 2030 soll der Anteil sauberer Energie im Mix des Emirats 36 % betragen statt der ursprünglich geplanten 25 %. Das Endziel bleibt unverändert: 100 % saubere Energie bis Mitte des Jahrhunderts im Rahmen der Dubai Clean Energy Strategy 2050 und der Strategie zur Klimaneutralität.
Worauf der Plan beruht
- Der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solar Park – das weltweit größte Solarstromprojekt an einem einzigen Standort, entwickelt nach dem Modell eines unabhängigen Stromerzeugers.
- Ein Komplex für grünen Wasserstoff – die erste Industrieanlage im Nahen Osten und in Nordafrika, die Wasserstoff ausschließlich mit Solarstrom erzeugt.
- Ein Pumpspeicherkraftwerk in Hatta – einzigartig am Golf, ausgelegt zum Ausgleich von Lastspitzen im Netz.
- Das Netz der Green Charger – bereits 2014 gestartete Ladeinfrastruktur für Elektroautos, die jetzt ihren Höhepunkt beim Ausbau erreicht.
- Die Zentrale Sail Building – das höchste und größte Regierungsgebäude der Welt mit positiver Energiebilanz: Es erzeugt mehr, als es verbraucht.
Warum das bei den Nebenkosten von Eigentümern ankommt
Die Klimaanlage ist die dominierende Stromlast in Dubai, und daran ändert sich nichts: Das Klima hängt nicht von der Erzeugungsquelle ab. Es verändert sich die Kostenstruktur der Kilowattstunde. Solarstrom ist in einer Region mit dieser Sonneneinstrahlung seit Langem günstiger als fossiler Strom, und das Pumpspeicherwerk in Hatta löst sein zentrales Problem – den Versatz zwischen Erzeugungsspitze und abendlicher Verbrauchsspitze.
Für Immobilieneigentümer ist die Wirkung langsam, aber spürbar: stabilere Tarife. Ein Netz, das zur Hälfte unabhängig von Brennstoffpreisen ist, reagiert weniger empfindlich auf Ölpreisschwankungen – und die Nebenkosten machen in einem heißen Klima einen spürbaren Teil der Kosten des Eigentums aus.
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Der zweite Effekt: Gebäudestandards
Der Vorstoß zu sauberer Energie geht meist mit strengeren Anforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten einher: Dämmung, Verglasung, Kühlsysteme. Für Käufer entsteht so eine Marktspaltung, die man früh beachten sollte: Ein nach aktuellen Standards errichteter Neubau und ein zwanzig Jahre altes Gebäude unterscheiden sich bei den Stromrechnungen stärker als im Preis pro Quadratmeter.
Auf Grundlage offizieller DEWA-Mitteilungen und von Materialien zur Dubai Clean Energy Strategy 2050.