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Banyan und australischer Paldao im Eywa: Warum ein Turm in Business Bay ausgewachsene Bäume pflanzt

Das Eywa am Kanal von Business Bay pflanzt in einem Wohnhochhaus ausgewachsene Bäume seltener Arten, einen australischen Paldao und einen Banyan, weil die Bepflanzung zu einer der stärksten Quellen für Preisaufschläge bei hochwertigem Wohnraum geworden ist. Jeder Baum ist ein Ingenieurprojekt mit eigenem Budget.

Warum steht der Banyan hinter der Idee des Gebäudes?

Der Banyan, die Bengalische Feige, ist für seine Wuchsform bekannt. Von den Ästen wachsen Luftwurzeln herab, fassen im Boden Fuß und werden zu zusätzlichen Stämmen, sodass sich ein einzelner Baum mit der Zeit zu einem ganzen Hain ausbreitet.

In den Kulturen Asiens wird er als Symbol des ewigen Lebens, des Schutzes und der Verbindung zwischen den Generationen verehrt. Gemeinschaften versammelten sich jahrhundertelang unter solchen Bäumen und hielten dort ihre Riten ab.

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Dieses Bild liegt der Architektur zugrunde. Die ineinander verflochtenen Strukturen der Eywa-Fassade folgen der Logik zusammenwachsender Banyan-Wurzeln, und das Gebäude selbst wird als Wächterbaum für seine Bewohner positioniert.

Ein lebender Baum im Projekt schließt die Metapher: Die architektonische Form und ihr natürliches Vorbild treffen an einem Ort aufeinander. Für Luxuskäufer zählen solche in sich geschlossenen Geschichten mehr, als es scheint, denn sie machen aus einer Adresse ein wiedererkennbares Kulturobjekt.

Was ist ein Paldao, und wozu dient ein Solitärbaum?

Der Paldao ist ein großer Tropenbaum mit markanter Krone und wertvollem Holz, bekannt aus den Wäldern Südostasiens und Australasiens. In der Landschaftsgestaltung des Premiumsegments dienen solche Arten als Solitäre: einzelne Akzentbäume, um die herum eine Komposition aufgebaut wird.

Ein ausgewachsener Baum mit Charakter und Geschichte wirkt wie eine Skulptur, nur eine lebendige. Er verändert sich mit den Jahreszeiten und spendet Schatten und ein eigenes Mikroklima.

Das unterscheidet ihn von Zierbüschen in Kübeln. Entwickler sprechen üblicherweise über Wohnfläche, Ausblick und Ausstattung; im Eywa wurden die Bäume zu einem der Hauptthemen der Präsentationen.

Für einen Markt, in dem Grün jahrzehntelang nur eine Nebenposition im Landschaftsbudget war, ist das eine neue Art von Gespräch.

Was braucht es, um einen ausgewachsenen Baum in einen Turm zu setzen?

Das Verpflanzen ausgewachsener Bäume ist in den VAE seit Langem übliche Praxis: Palmen und Ficus reisen in ganzen Konvois aus den Baumschulen an. Seltene exotische Arten sind eine Aufgabe ganz anderer Größenordnung, und jede ist im Grunde ein eigenes Ingenieurprojekt.

Der Baum braucht einen vorbereiteten Wurzelballen, eine Eingewöhnungsphase, automatische Bewässerung, Drainage und Schutz vor salzhaltiger Luft und Sommerhitze. Das Budget für einen einzelnen Baum entspricht ungefähr dem Preis eines Autos, manchmal dem einer Wohnung.

Das Gebäude muss dafür ausgelegt sein. Erde, Wurzelballen und Feuchtigkeit wiegen Tonnen, daher werden die Decken in den Pflanzzonen verstärkt, und Abdichtung und Drainage halten Wurzeln und Wasser von der Tragstruktur fern.

In der Höhe werden die Bäume verankert, und man wählt Arten, die dauerhaften Wind vertragen. Automatische Systeme mit Feuchtesensoren bewässern und düngen sie das ganze Jahr über, und im heißen Klima werden begrünte Terrassen beschattet und gekühlt, sonst überleben die Pflanzen den Sommer nicht.

Deshalb ist ein „vertikaler Wald“ ein teures Vergnügen, das nur Projekten der obersten Preisklasse offensteht. Der Ertrag entspricht den Kosten: Lebendiges Grün an der Fassade und in den Gemeinschaftsbereichen hebt ein Gebäude sofort von seinen gläsernen Nachbarn ab.

Erhöht Bepflanzung tatsächlich den Preis einer Wohnung?

Ja. Die internationale Praxis der letzten Jahre zeigt durchgängig, dass gute Landschaftsgestaltung sowohl den Verkaufspreis als auch das Tempo steigert, mit dem Einheiten abverkauft werden. Die Höhe des Aufschlags hängt von Viertel und Segment ab; die Richtung des Effekts ist eindeutig.

Die Gründe sind rational. Grün verbessert das Mikroklima: Schatten und Verdunstung senken die Temperatur in Innenhöfen und auf Terrassen, was im Klima Dubais unbezahlbar ist. Und ein Blick ins Grüne wird durchweg höher bewertet als der auf die Fassade des Nachbargebäudes.

Biophile Umgebungen sind außerdem zu einem Statusmerkmal geworden. Ein Premiumkäufer liest ausgewachsene Bäume als Zeichen dafür, dass der Entwickler an nichts gespart hat.

Es gibt auch einen langfristigen Effekt. Die Landschaft veraltet im Gegensatz zur Ausstattung mit den Jahren nicht, sie gewinnt an Wert. Bäume wachsen, und eine Anlage mit ausgewachsener Bepflanzung wirkt nach zehn Jahren hochwertiger als am Tag der Übergabe.

Es ist eines der wenigen Elemente eines Gebäudes, die von selbst am Kapitalwert arbeiten, ohne dass jemand renovieren muss.

Ein einzelnes Projekt oder die Richtung der ganzen Stadt?

Die Richtung der Stadt. Das Eywa ist ein anschauliches Beispiel, nicht das einzige. Die Entwicklungsprogramme Dubais sehen eine mehrfache Vergrößerung der Grünflächen, Fußwege und Parks vor, und die Entwickler antworten mit Dachgärten, grünen Atrien und ganzen „Wald“-Höfen.

Der Wettbewerb um den Käufer verlagert sich von der Frage, wessen Turm höher ist, zu der, wessen Umgebung lebendiger ist.

Für Investoren ist das ein Hinweis bei der Objektwahl. Projekte, die sich heute zu ernsthafter Bepflanzung verpflichten, stehen morgen am wahrscheinlichsten auf der richtigen Seite des Trends.

Einheiten mit Blick auf Parks und Gärten waren zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses Videos im Juli 2023 im Durchschnitt bereits liquider als vergleichbare Einheiten, und am Markt rechnete man damit, dass sich der Abstand nur vergrößern würde. Ich würde das als Stimmungsbild verstehen, nicht als gemessene Zahl.

Wer hält die Bäume nach der Übergabe am Leben?

Die Verwaltungsgesellschaft. Landschaftsteams und automatische Bewässerung werden aus den Service Charges der Bewohner bezahlt, und in Premiumprojekten sind die Kosten für das Grün von Anfang an im Betriebsbudget eingeplant.

Exotische Bäume überleben in Dubai bei richtiger Pflege. Automatische Bewässerung, Drainage, Beschattung und die Wahl robuster Arten machen es möglich, selbst tropische Exemplare zu halten.

Die kritische Phase ist die Eingewöhnung nach dem Verpflanzen. Ist der Baum durch, wird die Pflege zur Routine.

Was der Entwickler verkauft, ist also nicht Wohnfläche, sondern eine lebendige Umgebung mit Geschichte und Charakter. Für Bewohner bedeutet das Schatten, Luft und Schönheit, für Investoren eine Quelle von Kapitalwert, die mit den Bäumen wächst.

Häufige Fragen

Überleben exotische Bäume im Klima Dubais?

Ja, bei richtiger Pflege: Automatische Bewässerung, Drainage, Beschattung und die Wahl robuster Arten erlauben es, selbst tropische Exemplare zu halten. Entscheidend ist die Eingewöhnung nach dem Verpflanzen; danach ist die Pflege Routine.

Wer bezahlt die Bäume in einem Wohnturm?

Die Bewohner, über die Service Charge. Die Verwaltungsgesellschaft betreibt die Landschaftsteams und die automatische Bewässerung, und in Premiumprojekten sind die Kosten für das Grün von Anfang an im Betriebsbudget enthalten.

Wie unterscheidet sich ein Banyan von einem gewöhnlichen Ficus im Topf?

In Größe und Wuchsform. Ein Banyan bildet Luftwurzeln und wird mit der Zeit zu einem Hain aus vielen Stämmen; diese Struktur hat die Architektur des Eywa inspiriert, dessen Fassade die Linien seiner Wurzeln wiederholt.

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